Die rumänischen Dialekte
- Dakorumänisch - hauptsächlich nördlich der Donau
Nur das Dakorumänische hat sich zu einer Staatsprache entwickelt - Mazedorumänisch oder Aromunisch - südlich der Donau
- ist der wichtigste der drei südlich der Donau gesprochenen Idiome. Es wird von mehreren Hunderttausende Sprechern als Muttersprache benutzt und hat auch literarische Funktion. Gesprochen wird Aromunisch in Bulgarien, Griechenland, Albanien, Makedonien und teilweise auch in Rumänien.
- Meglenorumänisch - südlich der Donau
wird von etwa 10.000 zweisprachigen Personen in Griechenland, Makedonien, der Türkei und Rumänien gesprochen - Istrorumänisch - südlich der Donau heute - fast ausgestorben
wird nur noch von ca. 1000 zweisprachigen Personen benützt
In der Fachwelt bleibt es weiterhin eine Auslegungssache, ob die vier Idiome eigenständige Sprachen oder Dialekte einer einzigen Sprache darstellen. In der älteren Romanistik wurden die vier aus dem Urrumänischen hervorgegangenen Varietäten aufgrund ihrer gemeinsamen Herkunft und sprachstrukturellen Ähnlichkeit als Dialekte einer einzigen rumänischen Sprache betrachtet. In Teilen der jüngeren Romanistik werden diese vier Sprachformen vor allem aufgrund ihrer seit langem bestehenden soziolinguistischen Eigenständigkeit als getrennte Sprachen klassifiziert.
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