Aus dem Portugiesischen abgeleitete Sprachen
Kap Verde: | Äquatorial-Guinea:
| Guinea-Bissau und Senegal:
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Indien: | Macau:
| Malaysia, Singapur:
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São Tomé und Príncipe: | Sri Lanka:
| Suriname:
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Hybriddialekte existieren dort, wo Spanisch und Portugiesisch aufeinander treffen:
A Fala in Spanien
Barranquenho in Portugal
Portuñol in Uruguay
Papiamentu oder Papiamento
- ist eine Kreolsprache, die in der Karibik auf den ABC-Inseln (Aruba, Bonaire und Curaçao) gesprochen wird
- ist eine kreolische Sprache. Das Wort kreolische Sprache ist eine Bezeichnung für all jene Sprachen, die mit Beginn der Kolonisierung im 17. Jahrhundert durch die wechselseitige Durchdringung der jeweiligen europäischen Sprache mit der des kolonisierten Landes entstanden
- setzt sich zum größten Teil aus spanischen, portugiesischen und niederländischen Wörtern zusammen
- hat sowohl die Schreibweise Papiamentu als auch die Verwendung der spanisch orientierten Endung auf –o
- geht auf das spanisch-portugiesische Verb papia ("sprechen") zurück
- entstand auf Curaçao während der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Erst 1700 wurde die Sprache auf die Inseln Bonaire und Aruba transferiert
- begann die eigentliche Evolution erst mit der Besiedelung Curaçaos durch die Niederländer
- ist das Ergebnis des Kontaktes zwischen folgenden Bevölkerungsgruppen:
Niederländer und andere Europäer, Sprecher von Niederländisch, Deutsch und anderen europäischen Sprachen
Sephardische Juden, die Portugiesisch und/oder Spanisch bzw. auch andere iberoromanische Dialekte sprachen
Afrikanische Sklaven, die vor allem afrikanische Sprachen beherrschten und eventuell ein afro-portugiesisches Pidgin sprachen. - hat zwei Drittel des Wortschatzes iberoromanischen Ursprungs (Spanisch und Portugiesisch). Zu 28 Prozent besteht Papiamentu aus niederländischen und zu 6 Prozent aus Wörtern anderen Ursprungs wie etwa englisch und französisch.Die Wörter afrikanischen Ursprungs sind meist im Bereich der Ernährung, der Fauna angesiedelt oder direkt mit der afrikanischen Kultur verbunden.
- weist alle für Kreolsprachen typischen Merkmale auf: Einfachheit, Konsequenz sowie nur selten Unregelmäßigkeiten
- unterscheidet sich von anderen Kreolsprachen durch ein außergewöhnlich hohes Prestige und die große Akzeptanz in allen Kontexten und Gesellschaftsschichten
- ist trotz seiner viel geringeren Sprecherzahl besser und häufiger im Internet präsent, als andere Kreolsprachen
- ist die Muttersprache von rund 90% der Bevölkerung auf den ABC-Inseln obwohl Niederländisch weiterhin die einzige offizielle Sprache bleibt
- ist in den Inselparlamenten als Amtssprache zugelassen
- wird seit der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts in den Printmedien verwendet und mittlerweile sind alle Medien kreolisch dominiert
- befindet sich in einer Phase des Ausbaus
Portuñol
- ist keine Sprache mit festen Regeln oder einheitlichem Wortschatz und besitzt keinen eigenständigen sprachkulturellen Hintergrund
- entstand ursprünglich im Grenzgebiet zwischen Uruguay und Brasilien bzw. in Uruguay selbst (Hochburg Rivera in Norduruguay), das zwischen 1680 und 1828 zwischen Spanien (Argentinien) und Portugal (Brasilien) umkämpft war und mehrmals den Besitzer wechselte
- ist aus aus Português und Español gebildet
- wird von Sprechern von Spanisch und Portugiesisch bei Kommunikation mit Sprechern der jeweils anderen Sprache benutzt
- hat als Unterschied zu anderen Mischsprachen, dass die jeweils andere Sprache nicht zuvor erst erlernt werden muss
- ist sowohl für spanische als auch für portugiesische Muttersprachler von Kindheit an verständlich, da beide Sprachen einen bis zu 90% identischen Wortschatz aufweisen
- Man versucht einfach, die Sprechweise der anderen Sprache so gut wie möglich zu imitieren und eventuell Wörter der anderen Sprache zu verwenden, um verstanden zu werden
Angolar (auch Ngola)
- ist eine Minderheitssprache in São Tomé und Príncipe
- wird in den südlichsten Städten von São Tomé und seltener entlang der Küste gesprochen
- ist ein Kreolsprache, die auf dem Portugiesischen und einem Dialekt von Umbundu, einer Bantusprache Angolas, basiert
- stammt von Sklaven, die aus Angola nach São Tomé verschifft worden waren
Saramaccaans (Eigenname: Saamáka)
- ist eine in Suriname gesprochen Kreolsprache der Saramaccaner.
Die Saramaccaner, oder Saamaka ist die älteste Gemeinschaft von geflüchteten, ehemals aus Afrika nach Suriname verfrachteten Sklaven. Sie ist neben den Ndyuka's die größte im Stammesverband lebende Gemeinschaft im Buschland - entstand aus dem Pidgin bzw. der frühen Kreolsprache der schwarzen Sklaven, die in einer ersten Welle in den Urwald flüchteten
- hat entscheidende Phase in der Formierung ab 1651. Gleich nach der Vertreibung der Holländer aus Brasilien 1654 wanderten wohl einige Juden mit ihren Sklaven aus dem nun für Juden wieder weniger liberalen Brasilien in das liberalere Suriname aus
- hat eine Wortschatz das ursprünglich wohl auf einem portugiesischen mit vielen afrikanischen Elementen durchsetzten Pidgin- oder Kreolsprachen basiert. Ist die aber stark vom Englischen beeinflusst
- hat ein Vokabular das über 20% von afrikanischen Sprachen stammt
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