Protobulgaren
- oder Ur-Bulgaren bezeichnet man in der Archäologie das mittelalterliche turksprachige nomadische Volk der Bulgaren
- Teile dieses Reitervolks wurden slawisiert und zählen zu den Vorfahren der heutigen, slawischen Bulgaren
- hatten eine eigene Runenschrift, einen eigenen Kalender und eine eigene Religion, deren oberste Gottheit der Himmelsgott Tangra war
- waren mehrere turksprachige Nomadenstämme aus Zentralasien. Sie hatten sich im 5.- 7. Jahrhundert aus mehreren Steppennomaden zusammen geschlossen.
Unter anderem aus Restgruppen der Hunnen, die nach dem Tod des ihres Führers Attila (453) in die pontischen Steppe (südrussische Steppe) nördlich des Schwarzen Meeres und Mittelasiens geflohen waren
Dazu kamen finno-ugrische beziehungsweise ural-altaische Stämme
Zu ihnen schlossen sich die Turkvölker der Kutriguren, Utriguren, Saguren und Oguren (alttürkisch: ogur, Oguz, „Sammelliga“) an, die um 463 von den sprachverwandten Sabiren aus ihrer Heimat im heutigen Westsibirien und Kasachstan nach Westen verdrängt worden waren
Die neue „Liga“, der auch die Altungarn (Onogur - „Zehn Stämme“) und alanische Elemente angehörten, stand unter der Führung des Attilasohnes Irnik (laut dem Namensbuch der bulgarischen Khane).
Dieser Auszug aus der freien Enzyklopädie Wikipedia steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation <Lizenzbestimmungen>


